Wie man sein Faszien Gewebe Trainieren kann

Wie kann man sein Faszien Gewebe Trainieren und warum schmerzt das Faszien Training mit den Blackrolls

Interessanter Weise wurde in den 1940er Jahren in Deutschland eine Form der Gymnastik ausgeübt die wir heute als Vorlage für Faszientraining nehmen. In der „Deutschen Gymnastik“ wurden die Schwerpunkte auf fließende und schwingende Bewegungen gelegt. Sodass sich aus mehreren Übungen ein einheitliches Bewegungsmuster ergab.
Nach der Erkenntnis über die Funktionsweisen der Faszien stellte man fest, dass eben diese schwingenden und federnden Bewegungen das Bindegewebe optimal trainieren.
So geht es beim Faszientraining immer wieder darum die Faszie zu spannen und wieder zu entladen. Um einen Teil der Oberkörperfaszien zu trainieren, kann man beispielsweise frontal etwa einen Meter entfernt von einer Wand positionieren.

Im nächsten Schritt kippt man in Richtung Wand und fängt den Schwung mit den Armen sanft ab sodass zwischen Wand und Gesicht ein möglichst geringer Abstand herrscht. Im Anschluss federt man sich wieder zurück in die Ausgangsposition indem man sich mit den Armen von der Wand abstößt.
Aber auch pendelnde Bewegungen des Oberkörpers zur einen wie auch zur anderen Seite sind Übungen zum Training der Faszien.

Auch Tai Chi, Yoga und das klassische Dehnen sind Formen des Faszientrainings.
Das Training mit den Blackrolls ist dahingegen eher passiv jedoch nicht weniger wirkungsvoll. So können mit den Rollen Verklebungen „ausgerollt“ werden. Diese Form des Trainings kann allerdings auch äußerst Schmerzhaft sein. Eben darum weil das Bindegewebe durchsetzt ist mit Rezeptoren und Nerven.
Sinnbildlich kann man sich das in etwa so vorstellen wie eine Zahnpastatube die langsam von hinten aufgerollt wird. Der Deckel symbolisiert hier die Verklebung die sich mit anschwellen des Druckes zu lösen beginnt bis sie dann letztlich aufspringt. Wichtig beim Umgang mit den Blackrolls ist das langsame ausarbeiten.
Zu schnelles rollen kann sich nämlich gegenteilig auswirken und die verhärtete Struktur noch härter machen.

Fazit

Abschließend bleibt zu sagen das Faszien ein essenzieller Bestandteil unseres Lebens darstellen. Je nach Zustand können sie unseren Alltag erleichtern aber auch erschweren.
Sie sind Formgebend und beeinflussen unser Auftreten in der Umwelt.
Ohne sie könnten wir uns nicht aufrecht durch die Welt bewegen.
Sie umgeben unser Inneres wie eine schützende Schicht bestückt mit unzählig vielen Rezeptoren und Nerven. Damit ermöglichen sie uns die Selbstwahrnehmung und gelten somit als Sinnesorgan.
Mit dem richtigen Training und der richtigen Pflege garantieren sie uns bis ins hohe Alter ein entspanntes, bewegliches und schmerzfreies Dasein.