Der Unterschied zwischen Krafttraining und Kraftausdauertraining

Wie der jeweilige Name erläutert, geht es beim Krafttraining primär um den Zuwachs von qualitativen Muskeln (Maximalkraft, Schnellkraft) und quantitativen Muskeln (Musekelzuwachs/Hypertrophie), beim Kraftausdauertraining hingegen um eine Verbesserung der Ausdauerleistung der Muskeln mit sanftem Kraftanteil. Hierbei tritt der Zuwachs eher in den Hintergrund.

Um die grundlegendsten Unterschiede im Trainingsablauf aufzuzeigen: Während der Sportler beim Krafttraining, im Fitnessstudio, mit möglichst viel Gewicht eine Satz Zahl von 1-20, eine Wiederholungszahl von 1 bis 10 und einer Satzpause von 60-240 Sekunden. absolviert, bewegt er sich beim Kraftausdauertraining, mit weniger Gewicht. Einer Satz Zahl von 1-4, einer Wiederholungszahl von 20 bis 30 und einer Satzpause von 30-60 Sekunden.
Es ist also erkennbar, dass im Kraftausdauertraining mit weniger Gewicht, dafür aber mit mehr Wiederholungen und deutlich kürzeren Pausen zwischen den Sätzen gearbeitet wird.

Krafttraining bedeutet aber zudem weit aus mehr als augenscheinlich definiert wird. In Folge eines kontinuierlichen Krafttrainings tritt eine erhöhte Knochendichte ein. Sehnen, Bänder, Faszien und Gelenkstrukturen verstärken sich optimal, die Gelenkstabilität nimmt zu und die Schutzfunktion verbessert sich. Außerdem begünstigt es hormonelle Aktivitäten und der Grundtonus steigert sich, somit dient Krafttraining auch der Gewebsstraffung welche oft bei weiblichen Sportlern eine Große Rolle spielt. Der sich ergebende Fortschritt wiederrum stimmt zusätzlich die Psyche positiv.

Doch Krafttraining ist nicht der alleinige Weg zum Ziel. Athleten sollten eine stetige Variation der verschiedenen Methoden pflegen.

Kraftausdauertraining bewirkt in Folge eines kontinuierlichen Trainings ebenso weitere nicht zu vernachlässigende Effekte. Zum Einen wirkt es sich deutlich verbessernd auf den Stoffwechsel, die Energiebereitstellung und einiger Herz/Kreislauf-Parameter aus. Außerdem steigert es die Versorgung von Gelenkstrukturen. Zum Andern wird die Rehabilitation effektuiert und Beweglichkeit der Gelenke wird größer, auch die Haltung wird positiv beeinflusst.
Im Vordergrund stehen außerdem die vielen Vorteile für ältere Menschen. So wirkt Kraftausdauertraining vorbeugend gegenüber Verletzungen und orthopädischer Erkrankungen. Es kommt zu einem Rückgang von Beschwerden an bestehenden Verletzungen und Verschleißerscheinungen. Die Alltagsmotorik wird deutlich verbessert, so werden die Verrichtungen von alltäglichen Dingen wie Treppensteigen, tragen von Taschen, aufstehen aus Sitz- und Liegepositionen ungemein erleichtert. Auch der Stand und das Balanciervermögen wird deutlich sicherer damit verbunden sinkt das Risiko zu Stolpern oder gar zu stürzen und selbst hier entwickelt sich die Fähigkeit, im schlimmsten Falle, in der Lage zu sein sich abzufangen. Und auch die Gehirnaktivität erhöht sich, somit wirkt es sich auch positiv auf die Reaktionsfähigkeit und das Erinnerungsvermögen aus.

So bedeutet Kraftausdauertraining einen optimalen Einstieg für Beginner. Es ist geeignet für Ältere Personen und Frauen die eine eher geringere Gewebsstraffung und Muskelhypertrophie anstreben.
Einsteiger sollten jedoch nach einem, von Kontinuität abhängigen, Zeitraum zum reinen Krafttraining wechseln.